FördePerspektivenArchitekturblog über Kiel und die Kieler Förde

StartseiteAllgemein

Architektenkammer äußert sich zur Innenstadt-Diskussion

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Dr. Klaus Alberts nahm heute, stellvertretend für die AIK-SH (Architekten- und Ingenieurskammer Schleswig-Holstein), in der Presse zur aktuellen Diskussion der Entwicklung der Kieler Innenstadt Stellung.

Bürgerversammlung im Saal
Symbolbild: Bürgerversammlung im Saal

Auch die AIK sieht demnach die Altstadt als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Kiel, mit einem Schwerpunkt auf Wohnen, Kultur sowie kleinen bis mittleren Geschäften und vielfältiger Gastronomie.

„Kernforderung ist, über eine vollkommene Umgestaltung der Altstadtinsel nachzudenken, die das Kostbarste ist, was die Landeshauptstadt Kiel sich selbst und dem Land zu bieten hat.” Quelle: KN-online

Der Charakter der Innenstadt soll auf jeden Fall erhalten bleiben, weswegen auch eine großflächige Planung wie von ECE nicht akzeptabel sei, da sie den Maßstab der bestehenden Bebauung und Blockstruktur sprengen würde.

„Es wird die Frage gestellt, ob inzwischen die diesbezügliche Debatte nicht schon eine Geisterdebatte ist.” Quelle: KN-online

Überraschend ist die Aussage von Dr. Alberts, dass der Bereich zwischen Sophienhof und Holstenbrücke eine weitere Einkaufsgalerie verträgt, auch wenn der Name „Rathausgalerie” vermieden wird. Während der Planungswerkstatt hatten sich die anwesenden Architekten und Stadtplaner wegen der problematischen, lokalen Verkehrssituation und der potentiellen Abkopplung der bestehenden Einzelhandelsflächen (Holstenstraße, C&A, Markthalle,…), einstimmig gegen dieses Szenario ausgesprochen.

Ansonsten bestätigt das Konzept die Tendenzen der vergangenen Hearings und ist zu großen Teilen deckungsgleich mit den Ergebnissen der Planungswerkstatt - und somit der Bürger.