Arbeitsgruppen - Gesamtkonzept für die Innenstadt
Die Gedankenspiele und Anregungen für die Zukunft der Kieler Innenstadt sollten nun konkreter gefasst und mit Beispielen versehen werden. Aus diesem Grunde wurden im nächsten Schritt fünf Gruppen gebildet, die jeweils Ideen für ein Gesamtkonzept entwickeln sollten.

Nachfolgend listen wir nach Themengebieten geordnet alle Ideen auf, die in den Gruppen erarbeitet wurden.
Leitbild & Identität von Kiel
- Leitgedanke: Vielfalt & Leben in die Stadt - nicht zwingend durch Wohnen, aber durch Events, Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Attraktivierung etc.
- Stadt ist mehr als Einkaufszentren, Kultur, Tourismus etc.
- Zugänge zum Wasser für Kieler Besonderheit ihrer Stadt
- Kiel hat keine Identität, die sich baulich festmachen lässt
- Hafenflächen wichtig - nicht-hafengebundene Bebauung weglassen
Planung & Politik
- Grundbesitzer und Einzelhandel mehr in die Planung miteinbeziehen
- mehr Informationen für die Kreuzfahrer in den Fähren zur Verfügung stellen
- alle Handlungsfähigen in den Prozess miteinbeziehen, auch Investoren
- Eigentümer müssen für Ideen gewonnen werden und auch mit den Bürgern diskutieren
- Dialog richtig und offen führen
- Investoren können sich großflächig engagieren, aber kleinteilig agieren und den bestehende Einzelhandel miteinbeziehen
- Stadt muss Ideenprogramme entwickeln, damit Investoren kommen
Kultur
- Kultur: Corporate Image entwickeln
- Schloss erhalten - aber kann baulich umfunktioniert werden - andere Nutzung
- Konzertsaal abreißbar - z.B. durch Hotel ersetzen
- Neubau Konzertsaal am Seegarten - evtl. Überbau des Walls
- Erweiterung des Schifffahrtsmuseums
Attraktivierung
Einzelhandel
- der Bereich zwischen der großteiligen Südstadt und der kleinteiligen Altstadt soll kleinteilig organisiert sein
- ECE-Entwurf würde zuviel Verkehr für anliegende Wohngebiete bedeuten
- Karstadt-Leik: Schlüsselfunktion zur Aufwertung des Einzelhandels
- Kleinteiligkeit erhalten und fördern
Wasserbezug
- Hafengesellschaft auffordern, die Gelände freizugeben, wenn keine Fähren dort liegen
- Sicherheitsmaßnahmen des Seehafens sind bewußt gewählt - trotzdem Lockerungswunsch/Zugänglichkeit zum Wasser erhöhen
- Wasser muss eine größere visuelle Rolle in der Stadt spielen - vorhandene Möglichkeiten werden derzeit nicht genutzt (s. Alter Markt, Europaplatz)
- oberstes Parkdeck vom Karstadt-Leik-Gebäude anders gestalten, öffentlich zugänglich machen - Aussichtsplattform
- Wasserpassage vom Kleinen Kiel zu Bootshafen als “Zitat der Förde” in der Innenstadt
- Freistellen der Altstadtinsel
- Holstenbrücke: Wasserbezug Kleiner Kiel - Bootshafen
- Bootsverleih am Kleinen Kiel
Wohnen & Grünflächen
- Grünfläche nördlich des Schlosses vergrößern - Brunswiker Straße gerade weiterführen - Untertunnelung des Schloßparks - Prinzenstraße als Grünfläche einrichten
- Eggerstedtstraße verengen - zur Bebauung freistellen
- Grün, Bänke, Wasserspiele, Sondernutzungsgenehmigungen freier verteilen
- Wohnen im Parkhaus Flämische Straße
- Großen Kiel am Schloßpark mehr Nutzen - ev. Kinderspiel
- Wohnen und Grünflächen im Bereich zur Rathausstraße/Holstenstraße
- Wohnen in der Eggerstedtstraße/qualitativer Wohnbestand - Einzelhandel im EG in Kombination mit Wohnen
- Hörn: Neues Leben - Wohnfunktion mit besonderem Flair
- Wohnen: für gesamte Innenstadt - auch gerne in den oberen Geschossen des Karstadt-Leik-Areals
Umgestaltung
- Umgestaltung der Eggerstedtstraße in Anlehnung an die Hacke’schen Höfe in Berlin untypisch für Kiel
- Pavillionbebauung Alter Markt: umstritten - partieller Abriss, gänzlicher Abriss oder Umgestaltung
- Stärkung der Hauptwege/-achsen
- Stärkung von Blickbezügen
- historische Achsen stärken
- Schlossareal - kulturelles Zentrum
- Altstadt: historischen Stadtgrundriss erhalten
- Belebung der Plätze
- Flanieren, nicht nur Einkaufen
- andere Nutzung: Kehdenstraße, Faulstraße, Andreas-Gayk-Straße
- Altstadt: Platz für Hotel- und Kongresszentrum, aber offener Schlossbereich
- demographischen Wandel berücksichtigen - für alle Erlebnismöglichkeiten schaffen
Vernetzung
- Einbeziehung von Gaarden
- Strategie: Vernetzung mit umliegenden Stadtgebieten, z.B. durch Wassertaxis, ÖPNV
- Verkehr: Kiels Entwicklung als autogerechte Stadt nicht mehr angemessen
- Parkhäuser: Gemeinsame Bewirtschaftung
Zum nächsten Artikel: Die Zukunft der Kieler Innenstadt - Erkenntnisse und Konsequenzen der Planungswerkstatt (III)