Cafétische - Sammlung von Eindrücken
Zu Beginn des Workshops fanden sich die Bürger in kleinen Gruppen mit jeweils einem Gastgeber an Cafétischen zusammen und unterhielten sich im 20-minütigen Rotationsverfahren zu verschiedenen Themenbereichen. Die Tische wurden jeweils von einem Moderator geleitet, der jede neue Gruppe über die vorangegangenen Ideen und Anregungen vorab informierte, so dass jeder Teilnehmer einen umfangreichen Gesamteindruck der unterschiedlichen Meinungen gewinnen konnte.

Nachfolgend können Sie die Vorschläge der Bürger nachlesen, die nach Beendigung des Rotationsverfahrens von den jeweiligen Gastgebern zusammengefasst wurden. Da es mehrere Gruppen mit ähnlichen Themen bzw. inhaltlicher Überschneidung gab, haben wir die Ideen, Anregungen und Überlegungen weitestgehend unter den entsprechenden Bereichen aufgeführt.
Kunst & Kultur
- intensive kulturelle Nutzung der Altstadt - eventuell in Zusammenhang mit dem Schloss
- Architektur & Belebung
- Möglichkeiten im Bereich Seegarten
- größerer Ausstellungsraum für Stadtgeschichte
- Wegeleitplanung: Wall, Warleberger Hof, Schiffahrtsmuseum
- Museumsbogen um Kreuzfahrtterminal herstellen
- Verlegung der Stadtgalerie ins Schloss
- stärkere Nutzung des Schlossareals
- Entwicklung an der Hörn - dort steht die größte Fläche zur Verfügung
- Schloss: ECE-Entwurf zu weitgehend
- Zustimmung & Ablehnung des ECE-Entwurfs gleichermaßen vorhanden
- Konzertsaal
- Konzertsaal (ohne ECE): wer bezahlt das?
- Schlossareal ist in privater Hand - muss bei Weiterplanung rücksichtsvoll behandelt werden
- Restauration des jetzigen Schlosssaales? - sehr bescheidene Möglichkeiten, ist eher unglücklich zu restaurieren
- unbedingt Konzeption für Belebung des Schlossareals
- Leik als Kulturzentrum?
Belebung der Altstadt
- Altstadt hat viel Potential
- es gibt vieles, was gut ist - es bedarf nur der Verbesserung (nicht unbedingt etwas neuem)
- Altstadt als Insel begreifbar machen - Wasser des Kleinen Kiels wieder als Begrenzung einrichten
- ehemaliges doppeltes Staßenkreuz wiederherstellen
- Dänische Straße, Kehdenstraße, Holstenstraße und Schloßstraße wieder beleben
- ‘atmossphärische’ Veränderungen
- Eggerstedtstraße stört - eventuell Begrünung, Kirchplatz für Kirche einrichten, im nördlichen Bereich Wohnen integrieren
- Schloss erhalten: kulturelle und/oder universitäre Nutzung
- Kleinteiligkeit & Durchmischung
- Altstadt als Verbindung zur Kiellinie stärken
Aufenthalt & Wohnen & Junge Innenstadt
- Wohnen mehr in Innenstadt integrieren
- Wohnen in der Innenstadt, vor allem am Wasser
- Wohnen an der Hörn - Verbindung nach Gaarden
- Fokus: Wohnen Altstadtinsel
- bezahlbarer Wohnraum
- Sicherung des täglichen Bedarfs (Lebensmittel etc.) im Bereich Altstadt
- Umnutzung der Dächer der Parkhäuser - Gastronomie, Wohnen
- Aufenthaltsqualität: Verbindung zum Wasser fehlt
- Studentenwohnheim in der Altstadt
- Attraktivität der Altstadt durch Kultur
- Attraktivität Kiels liegt am Wasser - Zugänge zum Wasser verstärken
- Alte Zugänge wiederbeleben (Altstadt - Fischerstraße)
- Priorität Einzelhandel: Altstadt oder Karstadt-Leik
- Seegarten wieder erschaffen
- mehr Grün
- Studenten im Stadtbild nicht präsent - fehlende gastronomische Einrichtungen
- Familien: Rückzugsraum fehlt - z.B. ruhige Verweilmöglichkeiten im Hiroshima-Park
- Attraktivierung im Bereich Kleiner Kiel
- kleine Änderungen schon von Vorteil, es müssen nicht zwingend großflächige Änderungen sein
Verkehr
- verkehrliche Erschließung des Projektes Rathausgalerie wird als kritisch erachtet - Verschlechterung für angrenzende Wohnbereiche
- Projekt Rathausgalerie zu nahe neben dem Shoppingcenter Sophienhof
- Verschönerung der Altstadtinsel: Ausschluss des ruhenden Verkehrs (außer für Anwohner), Aktivitäten
- Kiel ist ‘zu’ attraktiv für PKWs
- Aarhus (DK) als Beispiel für verkehrsbefreite Innenstadt
- Stärkung des ÖPNV
Denkmalschutz & Stadtgestalt
- wichtig für die Stadt: umgebende Wasserfläche
- Kiel mit der Förde wieder verbinden
- möglichst intensive Nutzung des Schlosses - öffentlich, nicht kommerziell - z.B. Anbindung an Uni, Museum
- Aufwertung der Wasserseite
- Veränderung der Eggerstedtstraße
- Aufenthaltsqualität der Plätze verbessern
- stärkere Verbindung zwischen Schloßgarten und dem Kleinen Kiel herstellen
- keine Großzügigkeit und Einheitlichkeit im Stadtbild vorhanden
- Europaplatz grüner machen
- Kräne am Hafenhaus waren wichtig für Stadtbild
Einzelhandel
- Hörn und Teile des Ostufers in die Innenstadt miteinbeziehen
- Verschiebung der Kaufkraft: von Nord nach Süd (Grund: Sophienhof, Hörnbrücke etc.)
- Sonderproblem: Pavillions auf dem Alten Markt - bei möglichem Abriss müssen laufende Mietverträge (20 Jahre Dauer) und Entschädigungen mitbedacht werden
- Positionierung gegen Rathausgalerie
- wenn mehr Einzelhandel, dann in der Altstadt
- Einzelhandel profitiert von Attraktivierung an sich
- bessere Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raumes
- Stärken der Altstadtinsel
- Innenstadt braucht Impuls
- Anbindung an Förde
- braucht Kiel überhaupt ein neues Shoppingcenter?
- lieber Inhabergeführter Einzelhandel
- Nutzungsmix in der Stadt
- Rathausgalerie kritisch - würde zum Problem für Altstadt
- Standort des ECE-Projektes nicht für Shoppingcenter geeignet - andere Nutzung besser
- Alte Feuerwache: Parkplätze oder Wohnen, was ist sinnvoll?
- Parken eher in Tiefgaragen - nicht schönste Aussichtspunkte der Stadt - Dach Karstadt-Leik, Parkhaus Flämische Straße - dafür nutzen
- wenn Einzelhandel, dann im Karstadt-Leik auf 2 bis 3 Geschossen, darüber Wohnbereiche
- Eggerstedtstraße: 2. bis 6. Geschoss Wohnbereich, im ersten gerne Einzelhandel und Gastronomie
- Schloss: Veränderung der Nutzung - ‘Kulturmeile’
Tourismus
- Tagestourismus dominant in Kiel (17 Millionen Besucher im Jahr)
- Gründe Kiel zu besuchen: Innenstadt unmittelbar am Wasser
- ein Tag muß gern in Kiel verbracht werden - Aufenthaltsqualität
- touristische Wegeführung in der Innenstadt
- Wunsch der Besucher: Licht, Wasser & Grün
- Potentiale sind vorhanden: Bootshafen mit Sonnenseite und Gastronomie
- Verbindung der Förde mit dem Kleinen Kiel
- Touristen wollen kleinteilige Altstadt
- Shoppingmall wird keine Attraktivierung für Touristen sein
- weniger Betongrenzen - “Stadtstrand” - Wasser muss mit den Händen erreichbar sein
- Neben Massentourismus (Kreuzfahrer) auch den Privattourismus stärken
- Konzept Segeltourismus
- Lieblingsplätze: Alter Markt, Bootshafen, Museen
- Anbindung ans Wasser verstärkt herstellen - Verbindung von Kreuzfahrern, Gastronomie und Kultur
Rahmenplan
- Rahmenplan ist sinnvoll
- Stadt als Anwalt der Bürger - Investoren sollen durch Stadt ‘in Schranken verwiesen’ werden
- Stadt soll priorisieren - nicht zuviele ‘Baustellen’ auf einmal
- Innenstadt: ‘Sprung’ über die Hörn
- Quartiersaufteilung der Innenstadt ist nicht von Vorteil, Innenstadt muss als Einheit begriffen werden
- Altstadt soll eigenes Identifikationspotential erhalten
- Konkurrenz beachten, s. Neumünster
- Politik soll Wünsche der Bürger berücksichtigen
- Kiel fehlt Leitbild - Leuchtturmprojekte
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