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Neue Museumsmeile “Museen am Meer” an der Kieler Förde geplant

Die Kunsthalle zu Kiel im Zentrum der Museumsmeile

Hafenbecken mit Museumsschiff
Symbolbild: Hafenbecken mit Museumsschiff

Die Idee einer Museumsmeile bzw. einer Kulturmeile, die alle kulturellen Einrichtungen der Landeshauptstadt miteinander verbindet, wird schon seit längerer Zeit diskutiert. Auch im Zuge der Planungswerkstatt zur Zukunft der Innenstadt wurde ein ‘Museumsbogen’ zur Aufwertung der kulturellen Institutionen unter einem gemeinsamen CI vorgeschlagen.

Nun sind die Landeshauptstadt Kiel, die Kieler Universität sowie das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) eine Museumskooperation eingegangen, die die Museen stärker miteinander vernetzen und ihre gemeinsamen Aktivitäten fördern soll.

Unter dem Titel “Museen am Meer” ist eine Museumsmeile an der Kieler Förde geplant, die die Besonderheiten der einzelnen Institutionen sowie ihre Gemeinsamkeiten zu einem kulturellen Profil herausarbeitet. Auch wird hierdurch die Verbindung von Naturwissenschaften und Kunst bzw. Kultur mehr gefördert, was treffenderweise derzeit in den Ausstellungen “DOPPLEREFFEKT Bilder in Kunst und Wissenschaft” und “SEE HISTORY 2010 ART & SCIENCE” in der Kunsthalle schon zu erleben ist.

Die Meile erstreckt sich ausgehend von der Stadtgalerie als südlichstem Punkt bis zum Aquarium des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften als nördlichstem Punkt, dazwischen liegen der Warleberger Hof, das Schiffahrtsmuseum, die Kunsthalle, die Antikensammlung, das Zoologische Museum und die Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung.

Wie in der Planungswerkstatt mehrfach gewünscht, würde die Museumsmeile zu einer, wenn auch “nur” kulturellen Verbindung von Innenstadt, Altstadt und Hindenburgufer führen, also die südliche mit der nördlichen Stadt verbinden und eine Flaniermeile bilden, die nicht nur während der Museumsnacht verstärkt hervorgehoben werden sollte. In diesem Zusammenhang steht auch die geforderte Aufwertung der Altstadt zu einem möglichen Kulturviertel im Zentrum der Museen.

Wünschenswert wäre es auch kleinere Institutionen wie z. B. das Kommunale Kino in der Pumpe mit einzubeziehen. Dort werden eben nicht nur Filme für die Masse, sondern auch die besonderen gezeigt, in deren Genuss der kulturelle Filmfreund sonst nicht käme.