1898 beauftragte der Kieler Magistrat den Berliner Architekten Heinrich Seeling mit dem Bau des Stadttheaters, einer Spielstätte sowohl für das Sprech- als auch für das Musiktheater (Vertragsabschluss 1902). Die Bauzeit betrug drei Jahre (1905-1907). Am 1. Oktober 1907 wurde die Einweihung des Theaters mit dem Vorspiel zum „Parsifal”, dem Prolog „Der Kunst ein Haus” und der Aufführung des „Fidelio” gefeiert.

In den Kriegsjahren 1943/44 wurde vor allem der Zuschauerraum und der Bühnenturm größten Teils zerstört. In der Zeit von 1952-1953 wurden sowohl das Zuschauer- als auch das Bühnenhaus wieder aufgebaut durch die Theaterfachleute Kallmorgen und Zotzmann sowie Heinrich Hansen und Guido Widmann, die für die Wiederherstellung des Außenbaues verantwortlich waren. Am 21. Juni 1953 konnte das Theater zur Kieler Woche wiederum mit „Fidelio” eröffnet werden.
1972 begann der Umbau der zum Kleinen Kiel gerichteten Treppenanlage, sowie die Errichtung des Betriebsgebäudes an der Ecke Rathausstraße/Fleethörn (schwarzer verglaster Bau ohne Bezug zur Architektur des Ursprungs-Ensembles) nach einem Entwurf von Werner Kallmorgen. Am 16. März 1993 kam es zur Eintragung in das Denkmalbuch als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung.
Das Ballett Kiel wird seit der Spielzeit 2001/2002 von Mario Schröder als Ballettdirektor und Chefchoreograph geleitet. Seit der Saison 2003/04 ist Georg Fritzsch Generalmusikdirektor und war vom 1. Januar 2006 bis zur Einsetzung des Generalintendanten Daniel Karasek zudem Geschäftsführender Künstlerischer Leiter der Oper Kiel. Operndirektor Reinhard Linden ist seit Januar 2007 im Amt. Zusammen mit dem Solistenensemble, dem Ballettensemble, dem Opern- und Extrachor, sowie dem Philharmonischen Orchester Kiel gestalten sie das Programm der Spielzeit.
Quelle: Wikipedia
Gebäudedaten
Architekt: Heinrich Seeling
URL: www.oper-kiel.de und www.theater-kiel.de