FördePerspektivenArchitekturblog über Kiel und die Kieler Förde

Sozio-Ökonomie

Wohlstand braucht Wohlbefinden

Wirtschaft und Freizeit sind künftig kein Gegensatzpaar sondern die beiden Seiten einer Medaille. Moderne Unternehmen und qualifizierte Arbeitskräfte werden die Standorte wählen (können), bei denen neben dem notwendigen wissenschaftlichen Umfeld ein attraktives Angebot für Freizeiterlebnis und Entspannung geboten wird.

Kiel muss seine Lage am Meer besser nutzen, um sich als Wassersport-, Erlebnis und Wohlfühlmetropole zu profilieren.

Das Strandbad in der Stadt und die Flaniermeile an der Förde sind keine städtebaulichen Spielereien, sondern zentrale Vorbedingung für wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.

Wettstreit um die Jugend

In naher Zukunft werden deutsche Städte weniger um neue Unternehmensansiedlungen und neue Infrastrukturprojekte wetteifern als um junge Familien und qualifizierte Nachwuchskräfte.

Will Kiel in diesem Wettstreit zu den Gewinnern gehören, muss es:

  • jungen Familien ein attraktives Umfeld bieten,
  • jungen Frauen eine echte Chance eröffnen, Ausbildung, Familie, Beruf und Mutterschaft zu verbinden,
  • die Entwicklungsmöglichkeiten als Universitäts- und Hochschulstandort offensiv nutzen und
  • vor allem die Wünsche und Bedürfnisse seiner Jugend ganz ernst nehmen.

Schrumpfung und Überalterung

Unsere deutsche Bevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten dramatisch schrumpfen und überaltern. Dies wird alle sozialen und wirtschaftlichen Lebensbereiche tiefgreifend verändern. Ohne frühzeitige Vorsorge geraten die städtischen Sozial-, Wirtschafts- und Infrastrukturen in eine schwere Schieflage.

Kiel muss:

  • um die Jugend – auch um die Jugend aus dem Ausland – werben und junge Familien unterstützen,
  • sich gleichzeitig auf die Bedarfe einer stetig steigenden Zahl älterer Menschen vorbereiten,
  • mit aller Kraft sein Außenimage verbessern und die Lage um die Förde attraktiver gestalten.

Ohne Kooperation geht nichts

Keine Stadt wird künftig stark genug sein, in der internationalen Konkurrenz allein zu bestehen. Dies gilt für Kiel noch viel mehr als für Metropolen wie Berlin, Hamburg, Hannover, München oder Stuttgart, die alle Kooperationsnetzwerke mit ihrem Umland und anderen Zentren aufbauen.

Kiel muss zum Motor werden für die Kooperation:

  • mit den Umlandgemeinden,
  • in der Technologieregion K.E.R.N. e. V. und
  • mit anderen Hafenstädten und Regionen im Ostseeraum.

Globalisierung: Nur Topqualität hat Zukunft

Eine unabänderliche Konsequenz der Globalisierung ist die Wanderung von Wirtschaft und Arbeit zu den besten Standorten.

Mit Billigarbeit und Massenproduktion ist Deutschland weltweit nicht konkurrenzfähig. Nur ausgewiesene technologisch-wissenschaftliche Kompetenz und Topqualität sichern zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Die gemeinsame Profilierung von Wissenschaft und Wirtschaft in Stadt und Region ist die wichtigste sozio-ökonomische Zukunftsaufgabe in Kiel.

Hinweis: Die zugehörigen Informationstafeln aus der Ausstellung finden Sie in der Galerie im Album Kiel2030/Sozio-Ökonomie.