Städtebau gesamtstädtisch
- Die Fördekante muss der künftige “Entwicklungsschwerpunkt” der Stadtregion Kiel werden
- Ein Umdenken im Umgang mit der Uferlinie ist erforderlich.
- Bei der Nutzung hatten bisher Hafen, Marine und Werften die Priorität. Zukünftig müssen öffentliche Einrichtungen, Dienstleistungs-, Wohn- und Freizeitangebote gleichgewichtig berücksichtigt werden
- Damit die Förde besser zugänglich und erlebbar wird, müssen Sperrflächen und Barrieren an der Uferkante beseitigt oder zumindest durchbrochen werden
- Das Fördewasser ist kein potentielles “Bauland”, Eingriffe in die Wasserfläche sind nur in städtebaulich besonders begründeten Einzelfällen zulässig
- Die Förde als großer, zusammenhängender Freiraum in der Mitte der Stadtlandschaft muss West- und Ostufer stärker miteinander verbinden
- Die großen Schiffe mitten in der Stadt müssen ein unverzichtbares Identitätsmerkmal bleiben.
Empfehlungen insgesamt
- Kiel muss kurzfristig und offensiv neue Entwicklungspfade beschreiben, um zukunftsfähig zu sein. Ein “weiter so” würde der Landeshauptstadt und ihren Bürgern, der Region und letztlich dem ganzen Land Schleswig-Holstein nicht helfen.
- Kiel hat erhebliche Entwicklungspotenziale in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft, Tourismus und Städtebau, die besser als bisher genutzt werden können.
- Die Lage an der Förde ist das zentrale Entwicklungspotenzial der Stadt und der Region. Politik und Verwaltung sind in der Pflicht, dieses Potenzial besser und vor allem vielfältiger zu erschließen.
- Der Erfolg aller Empfehlungen ist nicht zuletzt davon abhängig, dass sich Kiel nach innen und nach außen einer vorurteilsfreien Identitäts- und Imagediskussion öffnet, um neue Wege mit breiter Akzeptanz beschreiten zu können.